Berlin 2011 – Zernsdorf (01.09.2011 – 04.09.2011)

Teilnehmer: Horst Pißner, Anita Krause, Gerhard Hundt, Walter Richter, Andreas Kohl, Jörg Jari, Lothar Niemann, Bärbel Mußmann, Manfred Flügel, Jutta Mayberg-Pißner, Rainer Buchholz, Bodo Gneist, Otto-Harald Krüger, Marco Zerbaum, Frank Leihbecher, Alice Thiele

Berlin, Berlin…wir fahren nach Berlin… 2011 und wir sind zu Gast beim ESV-Lok-Zernsdorf e.V.

Durch den Wetterbericht wurden uns ein paar schöne Tage vorausgesagt. Nach dem spärlichen Sommer kaum zu glauben, aber es kam noch besser.

15 Teilnehmer reisten am Donnerstag, dem 01.09.2011 mit großer Vorfreude und überpünktlich nach Zernsdorf an. Mit großer Vorfreude und überpünktlich, wahrscheinlich nicht nur, um alte Bekannte und Ruderfreunde zu treffen, vielleicht auch, um die in diesem Jahr begehrten Ruderplätze nicht doch noch an einen anderen Ruderkameraden zu verlieren.

An dieser Stelle, also vorab, ein großes Dankeschön an die Ruderkameraden, denen abgesagt werden musste- schön, dass ihr trotzdem gekommen seid und dabei ward. Dadurch wurde wieder der Geist, des bei dieser Wanderfahrt viel beschworenen sozialen Kollektivs der Rosslauer Ruderkameraden gestärkt.

Zum Abend wurden „Fett-Bemme“, Hackbrot und Gurken serviert. Zum Nachtisch gab es Bier, Sekt und dererlei Kleinigkeiten und mit zunehmend fortgeschrittener Stunde diskutierte man über das ein oder andere Zipperlein,welches man mit Humor ertrug. Die zweite, glänzende Seite dieser Medaille zeigt nämlich, dass die meisten Ruderer sich schon über 30 Jahre kennen und mögen und die Chemie unter den „Rosslauern“ stimmt.

Anita hatte seit langem, wenn überhaupt schon einmal, ihr kleines „Schwarzes“ vergessen und hoffte, dass es bei dieser Wanderfahrt nicht gebraucht werden würde. Weit gefehlt, denn in diesem Jahr hatte das Schicksal Walther als Pechvogel erkoren. Aber auch hier outeten sich Ruderkameraden, dass sie einen Touch „Rot-Kreuz-Schwester“ in sich trugen und mit dem ein oder anderen Pflaster aushelfen konnten; Hand hat Walther dann jedoch selber angelegt.

Da wir uns bei dieser Wanderfahrt von Beginn an dem Kollektiv unterordneten, gingen wir an diesem Abend schlafen, als sich der erste Kamerad unter den Tisch getrunken hatte…

Am Freitagmorgen gab es pünktlich 8:00 Uhr Frühstück und Bonzo, unsere heimliche Küchenfee, hatte bereits frische und gut schmeckende Brötchen organisiert.

Unser Fahrtenleiter Schnief teilte die Boote ein und brachte es in diesem Jahr auf den Punkt: eine Bootseinteilung mit Feinabstimmung der Crew, die ihres Gleichen sucht. Und auch hier zeigt sich: Übung macht den Meister.

So, wie die Teilnehmer zueinander passten, passte die Mannschaft, passte das Wetter und passte das Tagesziel… Ruderseele, was willst du mehr?

Begleitet wurden wir auf unserem Weg ins 20 km entfernte Kolberg von unserem Ruderkameraden Holger Zerbaum im Kajakeiner. Eine Leistung, der Respekt und Hochachtung gezollt werden muss.

Marko, der mit seinem Bruder für 5 Kilometer tauschte, war anschließend froh, wieder im Ruderboot zu sitzen. Auf dem Weg zum Mittagessen, im „Alten Dorfkrug“ zu Kolberg, hielten wir zum Zwischenbier in „Kuddelstube“ an der Dahme. Auf dem Rückweg wurde uns ein leckeres Eis im Eiscafè  am Strandbad versprochen, doch unerwartet und für alle unfassbar, hatte das Strandcafè am Freitag Ruhetag. Da es insgesamt ein gelungener Tag (spiegelglattes Wasser, kein Lärmen von Motorbooten…) war, gab es hierüber keinerlei Kritik an der Fahrtenleitung.

Am Bootssteg begrüßte uns schon der RK Frank Leihbecher, welcher sich wieder als „Grillfuchs“ zur Verfügung stellte. Am späteren Abend gesellten sich noch RK’in Kerstin und ihr Mann Matthias vom Ruderverein Fürstenberg zu uns. 

Auch an diesem Abend musste die ein oder andere Flasche dran glauben.

Am Samstag reiste Marco bereits in den frühen Morgenstunden mit der Bahn zurück nach Rosslau. Für ihn sprang Frank ein.

Wie bereits am Tag zuvor, verlief der Samstag: Teilnehmer passten, Mannschaft passte, Wetter passte und das Tagesziel passte … das Tagesziel? Na ja gut. Bis zur Einfahrt „Langer See“ war alles wie gehabt, selbst Holger begleitete uns wieder. Wir pausierten im Restaurant „Fährhaus“ und reservierten uns dort Tische fürs Mittagessen. Weiter ging es in Richtung Prieros über den Huschtesee, auf den Schmoldesee und dann bis 13:10 Uhr. Nach einer kurzen Pause auf dem Wasser ging es wieder zurück, schließlich war der Tisch für 13:30 Uhr reserviert.

Die Mittagspause war, es waren an diesem Tag über 30°C, etwas ausgedehnter. Das Fährhaus ist ein bekannter Geheimtipp – sehr empfehlenswert, Reservierung erforderlich.

Nach kurzen Ruderschlägen gab es den lang versprochenen Eisbecher im Strandbad, wo wir die Ruderfreunde unseres Nachbarvereins aus Dessau begrüßten. Schatten suchend schleppten wir uns zurück nach Zernsdorf. Hier erwartete uns nach 40 Tageskilometern ein weiteres Vereinsmitglied. Schucki empfing uns, leider ohne Kaltgetränke, dafür mit seiner Freundin am Steg.

Der Abend gestaltete sich individuell mit Grillsteaks, Aufschnitt und drei auswärtigen Essern, bis alle Vorräte, einschließlich der Getränke, aufgebraucht waren.

Am Sonntag gab es, aus alter Gewohnheit 08:00 Uhr Frühstück. Gerudert wurde bei gutem Wetter bis zur Zernsdorfer Lanke und dann zurück bis zur Schleuse von KW. Das Anlegen an der Schleuse gestaltete sich zumindest für ein Boot sehr schwierig, sei es wegen dem Wind, der Strömung oder dem Steuermann…

In Neue Mühle in „Riedels Landgasthof“ aßen wir sehr gut zu Mittag.

Nachdem wir zurück in Zernsdorf waren, hieß es nur noch Boote waschen, abbauen und reintragen, Duschen und anschließend Sachen packen. Alles lief Hand in Hand und so waren wir kurzerhand mit allem fertig.

Schnief hielt eine kurze Abschiedsrede zur diesjährigen Berlinfahrt und bedankte sich bei allen Teilnehmern und vor allem bei den fleißigen Helfern. Hier müssen insbesondere wieder Bärbel als Küchenchefin, Anita als Chefsekretärin und Kassenwartin, Gerhard als Getränkeverantwortlicher und Bonzo als heimlicher Allrounder erwähnt werden.

Aber auch wir Teilnehmer bedanken und bei Schnief als Fahrtenleiter für die, aus meiner Sicht – also subjektiv, gelungenste Berlinfahrt seit vielen Jahren.

Die Gewässer um Zernsdorf sind immer wieder eine Ruderreise wert.

RK Alice Thiele

PS.: In eigener Sache – Ich möchte mich bei meiner Bootsbesatzung bedanken, die mich in diesem Jahr, das ein oder andere mal mehr als sonst mit durchgezogen haben.

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Ein paar Bilder dieser Fahrt und in voller Auflösung stehen hier zum Download