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Das Abenteuer lauert vor der Haustür - Eine Rudertour der Ru-dergesellschaft Roßlau e.V., Anfang Oktober 2011, auf der Elbe                         (berichtet von Petra Bertram; mit Bildern von Harald Becker)

Für Samstag, den 08.10.2011 hatte die Rudergesellschaft Roßlau e.V. zu einer Rudertour auf der Elbe, geladen. Es sollte von Roßlau bis Magdeburg, also 67 km, gerudert werden.

Zu den 7 Vereinsmitgliedern, die Interesse an der Tour hatten, gesellten sich 2 Gäste vom Ruderverein Fürstenberg/O. 1910 e.V. und 1 Gast vom SC Magdeburg e.V., Abt. Rudern.
So konnten zwei vollbesetzte gesteuerte Vierer verplant werden.
Die Ruderer/innen zählen zu den Frühaufstehern und beginnen Ihre Tage auf dem Wasser häufig früh. Die Gäste des Ruderverein Fürstenberg/O. 1910 e.V., die ein Bootshaus in Eisenhüttenstadt nutzen, starteten also um 05.00 Uhr um pünktlich zu 08.00 Uhr in Roßlau zu sein. Die Straßenverhältnisse waren an dem Samstag Morgen so, dass dies gelang. Alle weiteren Ruderer/innen waren bereits vor 08.00 Uhr ins Bootshaus gekommen.

 

Die allerwichtigste Sorge des Morgens galt nach einem Blick an den Himmel.…dem Wetter….Für das erste Herbstwochenende des Jahres waren Niederschläge und kühle Temperaturen mit bis zu orkanartigen Windverhältnissen vorausgesagt. So war zu dieser frühen Stunde jeder froh, dass sich der Dauerregen der vorherigen Nacht schon verzogen hatte!

Nach dem von allen Teilnehmern entschieden war, dass es aufs Wasser geht, gab der Fahrtenleiter Tagesplanung und Bootsbesetzungen bekannt. Das Tagesziel Mag-deburg war Plan A. Als Minimalziel stand mit Plan B das Erreichen von Barby, ab Roßlau 35 km, auf dem Programm.

Mit Enthusiasmus machte sich das 2 Boote -Trüppchen auf den Wasserweg….Auf den ersten 5 km fühlten sich alle Ruderer/innen mit Aufreißen des Himmels inkl. Sonnen-schein belohnt. Und die Landschaft hinterließ ihre Eindrücke. Hinter der Einfahrt zum Roßlauer Industriehafen wurde der Blick in die Umgebung weit, die schützenden gro-ßen Bäume im Uferbereich gab es nicht mehr. Der mit der Entfernung vom Boots-haus bereits zugenommene Gegenwind zeigte sich ab jetzt von seiner "besten" Seite. Er blies tatsächlich orkanartig. Das Fortkommen im angedachten Tempo gestaltete sich auch durch die nun wachsenden Wellen als schwierig.

Bei Brambach, direkt vor dem in der Sonne liegenden Lokal, mit Publikum, kam es zur Begegnung mit der stromauf fahrenden Berufsschifffahrt…..und das am Samstag-vormittag !!! Die Wellen und ihre Täler erreichten Höhen, bei denen von den Boots-besatzungen nur noch die Köpfe zu sehen waren. Hier stellte sich die vorausschau-ende Mitnahme von Pumpen, die sofort zum Einsatz kamen, als echt geeignete Maß-nahme heraus. Es waren gerade 10 km, in mehr als 1 Stunde geschafft und einige Teilnehmer wechselten in trockene Kleidung.

Die Wetterverhältnisse auf den folgenden 8 km bis zum nächsten Steg des RC Aken e.V. forderten beiden Teams und den Steuerleuten Einiges ab….Spannende Situationen gab es auch an der Gierfähre Aken…..

 

Der bereit stehende Landdienst kam nach Information mit dem Bootshänger. Er brachte die 5 Ruderinnen mit einer kleinen Stadterklärung in Dessau, als Erstes, zum Verein zurück. Die Ruderer beluden den Hänger und trafen mit der 2. Fahrt etwas später ein.

In gemeinschaftlicher Aktion fanden beide aufgeriggten Boote und alles andere Equipment wieder ihren Platz im Bootshaus.

Alle Ruderer/innen bedauerten diesen der Sicherheit geschuldeten Abschluss der Tour. Und wollen im Jahr 2012 einen neuen Versuch wagen.

Dem ausrichtenden Verein, der ohne Wenn und Aber eine professionelle Vorberei-tung bot und dem Fahrtenleiter, der mit Geduld die Stimmungen und die Situationen meisterte, sei an dieser Stelle gedankt.

 

 

Alle Bilder dieser Fahrt und in voller Auflösung stehen hier zum Download

Der Steg in Aken, in relativ ruhigem Ufergewässer, versprach die nächste Gelegen-heit auf trockene Kleidung und trockene Schuhe. Beide Teams waren froh, dort anle-gen zu können.

Den Imbiss auf der Terrasse des RC Aken e.V., ohne Wind, konnten alle Ruderer/in-

nen genießen.

Eine Bootsbesatzung war sich bereits hier einig, die Tour zu beenden.

Der Fahrtenleiter ließ abstimmen, das Ziel von Plan B, mit dem warmen Mittagessen stand ja auch noch zur Debatte. Das Abstimmungsergebnis war eindeutig: Die Tour findet in Aken ihr Ende. Nach 18 km und mehr als 3 Stunden !!!

Der zunehmende orkanartige Wind und der Blick auf die tosende Elbe, die Wellen mit Schaumkämmen, bot, untermauerte diese Entscheidung.

 

 

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