Nikolausfahrt 2008

Ankunft

Am Nikolaustag dem 6. Dezember, welcher praktischerweise dieses Jahr auf einen Samstag fiel, ist traditionell einer der letzten Höhepunkte im Ruderjahr. Zahlreich kamen unsere Ruderfreunde aus Aken, ein Vierer war sogar Stromaufwärts gefahren und brachten weitere zwei Vierer, einen Dreier ohne und noch einen Zweier mit Steuermann auf dem Bootsanhänger mit. Ruderkamerad OHK konnte durch das Hin- und Zurückfahren sein Fahrtenabzeichen vollmachen. Im Bootshaus bereiteten Bärbel und Anita unterdessen den Glühwein und die Bockwürste für die erwarteten Gäste vor.

Paddelnikolaus

Ein Fehlalarm "Sie sind da!" wurde ausgelöst als vier Nikolausmützen am Ufer gesichtet wurden. Allerdings handelte es sich dabei um unsere Benachbarten Paddelfreunde die ebenfalls zu einer Nikolaustour aufbrachen. Richtig voll auf der Wiese vorm Bootshaus wurde es nachdem die Akener abgeladen hatten und zusätzlich auch noch Paddler vom Elbufercamp starteten.

Aufwärmen

Dem regen Treiben auf dem Platz entzogen sich die Ruderer nach dem Alles für die Abfahrt vorbereitet war im gut geheizten Aufenthaltsraum. Dort gab es die erste Runde Glühwein und natürlich Bockwurst als Stärkung besonders für diejenigen unter uns die bereits die Elbauffahrt hinter sich hatten. Nachdem so alle gut aufgewärmt waren, wurden die Mannschaften vom erfahrenen Fahrtenleiter gut gemischt  auf die Boote verteilt. Beim Einsteigen mußte an der Rampe, in Ermangelung des Steges, für jeden ein großer Schritt gemacht werden, aber es gab keine Probleme und alle kammen halbwegs trockenen Fußes ins Boot.

MobyDick geht baden

Den inzwischen zurückkehrenden Viererkanadier ließen wir zwischendurch noch an Land, während ein Boot nach dem anderen ins Schwimmen kam. Bedenken kamen mir als am Wallwitzhafen die Wasserschutzpolizei hinter dem zuletzt gestarteten Dreier auftauchte, ob jetzt nicht zumindest die Steuerleute ins Röhrchen hätten pusten sollen. Aber scheinbar war das nicht der Auftrag der Beamten, die schnell in den Leopoldshafen einbogen. Ich war Kleidungstechnisch auf schlechtes Wetter eingerichtet war aber schon am Kornhaus so warm geworden das ich dei Regenjacke wieder auszog. Und wie zum Hohn fing es promt an mehr oder weniger stark zu nieseln. Wegen der guten Versorgung mit Heißgetränken und zahlreichen kurzen Trinkpausen wurde ich jedoch nicht wirklich kalt. Auch kam mir die Stecke nicht lang vor und schon bald war Aken erreicht. Erstaunt stellte ich fest das Aken noch seinen Steg im Wasser hat  und somit Anlegen und Aussteigen sehr komfortabel waren. Die Botte wurden von vielen Händen schnell aus dem Wasser geholt und selbst der gewichtsmäßig seinem Namen alle Ehre machende Moby Dick (GlasfaserGig4er) lag ruck zuck wieder in seinem Lager.

Moby Dick abladen

Nun begannn der angenehme Teil im mit Kaminfeuer wohlig warm geheizten Vereinszimmer. Manchem war schon so warm, das die Hopfenkaltschale dem Glühweinresten vorgezogen wurden. Kulinarischer Höhepunkt war der frisch gebackene Zwiebelkuchen der vom Bäcker geliefert im Nu aufgegessen war. Im Laufe des Abends wurde auch noch Daniels Problem gelöst, der vorausschauend am Vormittag sein Auto nach Aken gebracht hatte dann aber zerstreut den Schlüssel dafür in Roßlau gelassen hatte. Familie Mußman brachte das gute Stück mit als sie ihre Oma Bärbel abholten. Verblüft war ich auch wie schnell unser neuester Ruderfreund Harald seine Kontakte zu Heike aus Aken vertiefte, die ebenfalls neu im wiedereingestiegene Ruderin ist. Auf dem Gebiet kann ich noch viel von Ihm lernen. Nur allzu schnell kam die Zeit des herzlichen Abschiednehmens von unseren Akener Freunden und wir machten uns auf den Rückweg, natürlich nicht ohne beste Wünsche für die Feiertage und den Jahreswechsel. Vielen Dank an die Fahrtenleitung, die hervorragend organisiert hat und auch an alle anderen Beteiligten.

Frank Leihbecher