Wanderfahrt des RV Fürstenberg 1910 e.V.

vom 27.04.2012 bis 29.04.2012 in Neuruppin

 

 

An einem herrlichen, sonnenverwöhnten Wochenende trafen sich auf Einladung des RV Fürstenberg 1910 e.V. Ruderin Petra (RC Magdeburg), Harald, Anita und Daniela (Roßlauer RG) mit den Ruderern aus Hütte zu einer Wanderfahrt auf den Ruppiner Gewässern.

 

 

Freitag, 27.04.2012

 

Die Anreise aus verschiedenen Richtungen erfolgte problemlos und über den Tag verteilt. Die Vorhut mit Katrin, Kerstin, Monika, Mathias, Richard, Anita und Daniela ließ gegen Mittag die ersten Korken knallen. Nur ging der Schuss mächtig in die Hose, besser gesagt an Katrin’s Stirn. Sie hat sich quasi selbst abgeschossen. Trotz sofortiger Kühlung konnten wir die Verletzung das ganze Wochenende über bestaunen.

 

Nachdem uns die Räumlichkeiten des Neuruppiner Ruderclubs (NRC) gezeigt und die zur Verfügung gestellten Boote besichtigt wurden, konnten die ersten Ankömmlinge ihr Domizil beziehen.

Die erste Ansage war „Kaffee trinken“ und mit dem mitgebrachten selbstgebackenen Kuchen von Monika und Daniela begann die erste fröhliche Runde, die dann auch mit Petra und Harald erweitert wurde. Im Anschluss gab es eine kleine Ausfahrt rüber zur Lanke und weiter nach Altruppin. Die ersten 13 km hinterließen einen schönen Eindruck von der Natur Rund um Neuruppin. Bei unserer Rückkehr konnten wir von weiteren Anreisenden begrüßt werden. Heike, Carsten, Uwe und Jan haben den Weg zum NRC gefunden und es begann ein „kleines“ Schwätzchen auf der wunderbaren Terrasse. Es fehlte nur noch etwas: Gibt es denn kein Bierchen? Wurde alles herangeschafft und so konnte das Klönen beginnen.

 

Für den Grillabend hat Kerstin gut und lecker eingekauft und die mitgebrachten Salate von Petra und Daniela waren auch der Hit.

So ist dann auch endlich die Nachhut mit Scarlett und Franzi eingetroffen und die gesellige Runde nahm so ihren Lauf. Ein Höhepunkt des Abends war ein Feuerwerk, welches zwar für die Hochzeitsgesellschaft nebenan gedacht war, wir aber auch gerne genossen. Der Abend endete mit Spannung auf den nächsten Tag.

 

 

Samstag, 28.04.2012

 

Gut ausgeschlafen – zumindest teilweise, da im Mannschaftsraum wohl (einige) „Baumfäller“ am Werk waren – begrüßte uns der Tag mit Sonnenschein und klarer, frischer Luft. Es heißt frühstücken gehen. Im Irish Pup haben wir ein Frühstück 1. Klasse vorgefunden, mit warmen Brötchen, Rührei mit Schinken, Wurst, Käse, Marmelade, Müsli, Joghurt, Obst und natürlich Kaffee war alles da was das Herz begehrt. So konnte man einen schönen Tag beginnen.

 

Nach dem ausgewogenen Frühstück war Treffpunkt Bootssteg; hieß Boote ins Wasser und sammeln. Kerstin gab die Mannschaftsbesetzung der 3 startenden Gig-Vierer bekannt und einen kurzen Ausblick auf den Tag.

 

Die heutige Tour führte uns über den Ruppiner See – Rhin zur Schleuse in Altruppin. Die Tour hatte Kerstin mit Reiseleitung geplant, denn Franzi erklärte alles Wissen- und Sehenswerte ihrer Heimat.

Die Schleuse passierten wir ohne Vorkommnisse und konnten unsere Fahrt über den Molchowsee, Tetzensee und Zermützelsee fortsetzen. Am Zermützelsee gab es eine kleine Rast um sich abzukühlen, erholen oder zu stärken, denn die Sonne meinte es wirklich gut mit uns.

Nach unserer Pause ging es weiter durch den RhinMöllenseeRhin zum Gudelacksee (Anfang). Auf unserer Fahrt wurden wir begleitet von der herrlichen Natur, bemerkenswerten Grundstücken, Boote etc.

Der Gudelacksee war das Ziel des Tages, so dass jetzt anlegen und picknicken angesagt war. Das Anlegen mit 3 Gig-Vierer war etwas kompliziert, so dass wir alle kontrolliert ins Wasser steigen mussten. Jan wollte auch kontrolliert aussteigen und war wohl der Meinung, dass das Wasser nur bis zu den Knien geht. Sein Aussteigen wurde ihm mit einer Abkühlung im Wasser belohnt, schwupp-die-wupp weg war er.

Einige Mädels konnten es sich bei der Hitze nicht nehmen lassen und gingen baden. Ja, die kleinen Nackedeis gingen freiwillig baden und sich abkühlen. Ach war das eine Wohltat!

 

Nach ausreichender Stärkung und Erholungsphase musste nun der Rückweg angetreten werden. Durch den Rhin merkte man schon die drückende Hitze, doch die Biberbauten, brütenden Schwäne belohnten uns.

Leider gab es auch eine kleine negative Situation. Ein Floßboot hatte unserer Meinung nach sein Anlegemanöver beendet, so dass wir unsere Fahrt fortsetzen konnten. Doch leider fuhr der Möchtegern-Motorboot-Fahrer wieder rückwärts, ein Abstoppen unseres Bootes konnte nicht mehr gänzlich erfolgen. Glück im Unglück das trotz der Karambolage alles Heile blieb und wir alle mit dem Schrecken davon gekommen sind.

Man merkte schon, dass die Rückreise ab der 2. Hälfte für manch einen etwas erschwerlicher wurde. Die ersten Blasen erschienen, das Sitzen wurde ungemütlich und die Kräfte ließen auch nach. Katrin versprach unserer Mannschaft einen schönen Männerkörper beim Vorbeifahren an der Sauna des Sport- und Wellnesshotels Neuruppin. Na ja, gesehen haben wir nicht viel und als endlich ein schöner Männerkörper erschien, hätten wir Frauen gerne ein Fernglas gehabt J.

 

In Neuruppin nach 44 km wieder angekommen, wurde ein wenig geschnackt und dann ging es ab sich frisch machen, denn das Steakhaus rief. Lecker Essen und ein kühles Blondes hatten wir uns jetzt verdient.

Franzi spielte wieder Stadtführerin und erzählte uns so einige historische Begebenheiten von Neuruppin. Doch was die Neuruppiner am besten finden ist ihre Eisdiele. Hm, lecker Eis bis 22.00 Uhr!!!

Der Abend dieses schönen Tages endete mit einer kleinen gemütlichen Runde auf Terrassien; es gab ja schließlich noch ein Morgen samt Rudereinheit.

 

Sonntag, 29.04.2012

 

Auch am Sonntag wurden wir mit Sonnenschein geweckt und wieder gab es dieses leckere, fürstliche Frühstück im Irish Pup.

 

Treffpunkt war wieder am Bootssteg, die Boote wurden zu Wasser gelassen und Kerstin gab die Mannschaften und Ziel des heutigen Tages kund.

Unser Weg führte uns über den Ruppiner See – Rhin – Bützsee mit Inselumfahrung. In Altfrisack war das Mittagessen in der „Alten Fischerhütte“ geplant.

 

Auf unserer Tour nach Altfrisack wurden wir von sonnengelben Rapsfeldern begleitet. Einfach schön anzusehen. Auch die Sonne meinte es wieder gut mit uns.

Vor der Schleuse Altfrisack gingen unsere Boote erst einmal vor Anker. Es sollte abgestimmt werden, ob wir noch weiter durch die Schleuse zum Bützsee wollen oder nicht. Die Mehrheit hat sich für die Inselumfahrung auf dem Bützsee entschieden.

Also alles wieder in die Boote, Schleuse passieren und die letzten Schläge bis zum Mittag. Nicht ganz so prickelnd war das Anlegen vor der Schleuse auf unserem Rückweg vom Bützsee. Da die Schleuse erst wieder 14.00 Uhr öffnete, mussten die Boote davor angelegt und festgemacht werden. Zwei Boote auf der Backbordseite konnten gut anlegen. Wir durften unser Boot steuerbordseitig anlegen, was etwas schwieriger war, da die Anleger für die Yachten gedacht waren. Anlegen, aussteigen – alles gut. Nur unser Weg führte uns zu einer verschlossenen Tür, die dann doch offen war und über die Schleusenanlage vor zur Straße. Geschafft!

Mittagessen „Alte Fischerhütte“ Altfrisack mit einem ordentlichen Schluck Kühles und deftigem Essen. Der Kellnerin muss es die Sprache verschlagen haben, denn um wieder pünktlich an der Schleuse zu sein, ist jeder einzeln zum Bezahlen in die Gaststube.

Alle wieder im Boot – frisch, munter und gestärkt – warteten wir auf die Schleusendurchfahrt und die restlichen „Meterchen“ bis zum Endziel Neuruppin. 28 km – geschafft!

 

Nun hieß es Boote reinigen, Sachen zusammen packen und Resteverzehrung. Die letzten Gespräche wurden ausgetauscht bis sich alle so nach und nach verabschiedeten und ihre Heimreise nach Roßlau, Hütte oder Berlin antraten.

 

Es war ein sehr schönes Wochenende, bei herrlichem Wetter, mit netten Leuten und interessanten Gesprächen.

 

Dank an dieser Stelle an Kerstin für ihre hervorragende Vorbereitung der Wanderfahrt samt Kartenmaterial für jedes Boot und die Einladung, dass wir Gäste an der Wanderfahrt teilhaben durften. Es war schön mit euch!!!

 

 

Eure RKin Daniela